Holzstaub ist ein weit verbreitetes aber häufig unterschätztes Gesundheitsrisiko. Warum das so ist und wie Sie sich schützen können, haben wir in diesem Artikel für Sie zusammengefasst.

Atemschutz gegen HolzstaubFür Holzstaub gelten seit Jahren strenge Arbeitsschutz -Auflagen: Um die Holzstaubbelastung am Arbeitsplatz zu minimieren, müssen Holzstäube gemäß der Technischen Regel für Gefahrstoffe (TRGS) 553 schon an der Entstehungsstelle abgesaugt werden. Ziel ist, die Konzentration von Holzstaub in der Luft im Schichtmittelwert unter 2 mg/m³ zu halten. Bei verschiedenen Arbeiten wird diese Grenze im Schichtmittelwert jedoch überschritten. Dann müssen Arbeitgeber ihren Angestellten den richtigen Arbeitsschutz zur Verfügung stellen. Auch wer privat häufig mit Holzstaub in Kontakt kommt, sollte sich unbedingt schützen.

Aber warum ist Holzstaub so gefährlich? Aufgrund seiner Korngrößenverteilung kann ein großer Teil des Staubes in Nasennebenhöhlen oder Lunge gelangen, Atemwege reizen und Allergien auslösen. Neben mechanischer Reizung sind auch Inhaltsstoffe wie Tanninsäuren, ungesättigte Aldehyde oder Schimmelpilze ein Gesundheitsrisiko. Bei bereits bearbeiteten Hölzern erhöht sich das Risiko zusätzlich durch Sekundärstoffe wie Lacke, Beize und Farben. Diese gelangen mit dem feinen Staub in die Atemwege.

Darüber hinaus gelten insbesondere Harthölzer als krebserregend. Harthözer, die vor allem in Deutschland häufig zum Einsatz kommen, sind Eichen- und Buchenhölzer. Aber auch tropische Harthölzer wie Teak oder Mahagoni werden in Schreinereien und Baugewerbe häufig eingesetzt. Ob das erhöhte Krebsrisiko wirklich auf die Holzarten selbst oder auf Sekundärstoffe zurückzuführen ist, wird seit einiger Zeit kontrovers diskutiert. Fakt ist, dass sich bei der Bearbeitung dieser Hölzer besonders viel Staub bildet. Auch wer privat häufig mit diesen oder anderen Holzarten arbeitet, sollte unbedingt eine Feinstaubmaske der Klasse FFP2 oder einen anderen Atemanschluss mit entsprechendem Filter nutzen. Erst ab dieser Filterstufe sind Masken in der Lage, den feinen Holzstaub vollständig aufzufangen.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der Seite der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin und in der TRGS 553.