Den richtigen Atemschutz zu finden ist oft nicht einfach. Wir erklären Ihnen, welche FFP-Maske die richtige für Sie ist und wann Sie Atemschutz einer höheren Kategorie nutzen sollten.

Um die passende Feinstaubmaske zu finden, ist es unabdingbar, den genauen Einsatzbereich zu definieren. Die in der Luft befindlichen Gefahrstoffe, die maximal zulässige Überschreitung des Arbeitsplatzgrenzwerts (AGW) und eine Reihe von weiteren Faktoren müssen bei der Auswahl unbedingt berücksichtigt werden.

FFP Maske BARISMASK C3VDie Gefahrstoffe am Arbeitsplatz

Als erstes sollten Sie sich darüber im Klaren sein, welche Gefahrstoffe am Arbeitsplatz auftreten. Bei ungiftigen Stäuben reicht mitunter eine einfache FFP1 Maske. Bei giftigen Stäuben oder anderen Gefahrstoffen wie Schimmel sollten Sie zu einer Maske der Klasse FFP2 oder höher greifen. Bei stark gesundheitsschädlichen oder krebserregenden Stoffen sollten Sie auf jeden Fall eine Maske der Stufe FFP3 oder höherwertigen Atemschutz verwenden. Das Wissen über den Gefahrstoff alleine reicht jedoch nicht aus. Es kommt auch darauf an, wie hoch dieser am Arbeitsplatz konzentriert ist.

Der Arbeitsplatzgrenzwert (AGW)

Der Arbeitsplatzgrenzwert ist dabei die durchschnittliche Konzentration eines Stoffes in der Luft über einen bestimmten Zeitraum, bei der eine Gesundheitsschädigung nicht zu erwarten ist. Der AGW wird stets in mg/m³ oder ml/m³ angegeben. Eine genaue Übersicht finden Sie in der TRGS 900 - Arbeitsplatzgrenzwerte. Die Grenzwert gilt immer nur für einzelne Stoffe. Bei Stoffgemischen ist zur Bewertung der Gesundheitsgefahr die TRGS 402 – Ermitteln und Beurteilen der Gefährdungen bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen: Inhalative Exposition anzuwenden.

Die FFP-Klassen

Wenn Sie die Gefahrstoffe und deren Konzentration kennen, können Sie mitunter bereits eine FFP-Maske auswählen. Das Kürzel FFP steht dabei für „filtering face piece“. Die Klassifizierung ergibt sich neben der Filterleistung der Maske auch anhand der maximal zulässigen Leckage. Diese ergibt sich aus der Durchlässigkeit des Filtermaterials und Öffnungen an Stellen, an denen die Maske nicht genau auf dem Gesicht aufsitzt.

FFP1: Atemschutzmasken der Schutzklasse FFP1 sind für Arbeitsumgebungen geeignet, in denen auschließlich ungiftige Stäube vorkommen. Sie filtern mindestens 80% von Partikel bis zu einer Größe von 0,6 μm und sind für eine 4-fache Überschreitung des Arbeitsplatzgrenzwertes zugelassen. Diese Masken schützen u.a. gegen ungiftige Stäube z.B. Zellstoff, Zement, Gips, Kalkstein oder Pollen.

FFP2: Atemschutzmasken der Schutzklasse FFP2 eignen sich für Arbeitsumgebungen, in denen sich gesundheitsschädliche und erbgutverändernde Stoffe in der Atemluft befinden. Sie müssen mindestens 94% der in der Luft befindlichen Partikel bis zu einer Größe von 0,6 μm auffangen und dürfen eingesetzt werden, wenn der Arbeitsplatzgrenzwert des betreffenden Gefahrstoffes höchstens die 10-fache Konzentration erreicht. Masken dieser Stufe schützen auch vor giftigen Stäuben z.B. Kalziumoxid, Betonstaub, Granit oder Zinkoxidrauch.

FFP3: Die Schutzklasse FFP3 bietet auch bei hoher Belastung der Atemluft zuverlässigen Schutz. Masken dieser Klasse filtern mindestens 99,5% von Partikeln bis zu einer Größe von 0,6 μm. Sie sind einsetzbar in Arbeitsumgebungen, in denen der Arbeitsplatzgrenzwert bis zum 30-fachen des branchenspezifischen Wertes überschritten wird. Sie schützen bspw. vor giftigen Stäuben von Chrom, Kobalt, Nickel oder Schimmelsporen.

FFP Klassen in der Übersicht

Wann reichen FFP-Masken nicht mehr aus?

Auch wenn FFP-Masken zuverlässig vor vielen Gefahrstoffen schützen, sind sie nicht für jeden Einsatz geeignet. So schützen sie beispielsweise nicht vor giftigen Gasen oder Dämpfen. Hier sollte unbedingt höherwertiger Atemschutz wie eine Maske mit Schraub- oder Steckfilter genutzt werden. Entscheidend ist auch der Sauerstoffgehalt der Luft am Einsatzort. Liegt dieser unter 19,5% sollte isolierender Atemschutz genutzt werden. Auch wenn Einsatzbedingungen undurchsichtig sind, oder sich schnell ändern können, sollten Sie zu umfassender Schutzausrüstung greifen.

Quellen und weiterführende Links

Vor dem Einsatz von Atemschutz sollten Sie sich genau über die Arbeitsbedingungen informieren und im Zweifel Rücksprache mit einem Atemschutzexperten halten. Unten haben wir eine Reihe von nützlichen Links für Sie zusammengestellt. Sie haben weitere Fragen oder sind sich nicht sicher, ob Sie den richtigen Atemschutz gefunden haben? Dann nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf.

FFP-Masken von BartelsRieger in unserem Shop 

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung 

TRGS 402 – Ermitteln und Beurteilen der Gefährdungen bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen

TRGS 900 - Arbeitsplatzgrenzwerte

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